Wir sind für Sie da!
Montag - Donnerstag 8 - 16 Uhr, Freitag bis 12 Uhr

Rollgerüst sicher aufbauen: So funktioniert der vorlaufende Seitenschutz bei Albert

Profi Steigsysteme
2026-10-18 20:42:00

Wer ein Rollgerüst kauft, achtet meist zuerst auf die Arbeitshöhe, die Plattformgröße und den Preis. Mindestens genauso wichtig ist jedoch eine andere Frage: Wie sicher lässt sich das Fahrgerüst überhaupt aufbauen?

Denn die Absturzsicherung sollte nicht erst dann vorhanden sein, wenn die nächste Arbeitsbühne bereits betreten wurde.

Genau dafür gibt es den vorlaufenden Seitenschutz.

Der deutsche Gerüsthersteller Albert Gerüst- und Gerätetechnik setzt bei seinen entsprechenden Aluminium-Fahrgerüsten auf ein durchdachtes Montagesystem mit Montagehilfsrahmen und speziellen Montagelängsriegeln.

Das Prinzip ist einfach: Erst wird der doppelte Seitenschutz vorbereitet, dann wird die nächste Gerüstebene betreten.

Wie das funktioniert und welche weiteren Qualitätsmerkmale die Albert-Fahrgerüste auszeichnen, zeigen wir anhand unseres Montagevideos.

Was ist ein vorlaufender Seitenschutz beim Rollgerüst?

Ein vorlaufender Seitenschutz ist eine seitliche Absturzsicherung, die bereits vor dem Betreten der nächsthöheren Gerüstebene montiert wird.

Der Monteur arbeitet dabei zunächst von der darunterliegenden, gesicherten Ebene aus.

Das Ziel: Wenn die nächste Arbeitsbühne betreten wird, ist der erforderliche Seitenschutz bereits vorhanden.

Beim hier gezeigten Albert-Montagesystem erfolgt das mit einem Montagehilfsrahmen und vier Montagelängsriegeln.

Diese übernehmen zunächst die Funktion des temporären doppelten Seitenschutzes.

Anschließend wird der reguläre doppelte Seitenschutz montiert. Erst danach werden die temporären Montagegeländer entfernt oder für den Weiterbau umgesetzt.

Damit bleibt die seitliche Sicherung während der vorgesehenen Montageschritte erhalten.

Wie funktioniert der Sicherheitsaufbau bei Albert?

Das Besondere am Albert-System ist die Art, wie der nächste Vertikalrahmen mit den Montagelängsriegeln verbunden wird.

Dafür kommt ein Montagehilfsrahmen aus Aluminium zum Einsatz.

1. Montagehilfsrahmen einhängen

Der Montagehilfsrahmen wird am bereits stehenden Vertikalrahmen eingehängt.

Anschließend wird der nächste Vertikalrahmen in die Haltevorrichtung des Montagehilfsrahmens eingesetzt.

Dadurch lässt sich der neue Rahmen zum Monteur heranschwenken.

Das ist praktisch, denn der Vertikalrahmen muss während des Einhängens der Montagelängsriegel nicht frei gehalten werden.

Die Herstelleranleitung beschreibt dafür konkrete Einhängepositionen an den Sprossen. Albert Gerüst- und Gerätetechnik

2. Vier Montagelängsriegel verbinden

Auf der gegenüberliegenden Seite sind die Montagelängsriegel bereits am montierten Vertikalrahmen eingehängt.

Bei der im Video gezeigten Ausführung kommen zwei Montagelängsriegel und zwei teleskopierbare Montagelängsriegel zum Einsatz.

Nun wird der neue Vertikalrahmen mithilfe des Montagehilfsrahmens herangeschwenkt.

Die vier Montagelängsriegel lassen sich dadurch mit dem vorbereiteten Rahmen verbinden.

Die teleskopierbaren Ausführungen ermöglichen den erforderlichen Längenausgleich während dieses Montageschritts.

3. Vertikalrahmen aufstecken und sichern

Sind die vier Montagelängsriegel eingehängt, wird der vorbereitete Vertikalrahmen angehoben und auf den darunterliegenden Vertikalrahmen aufgesteckt.

Anschließend werden die Rahmenverbindungen mit den Federsteckern gesichert.

Hier zeigt sich bereits ein praktisches Detail der Albert-Fahrgerüste:

Die Federstecker sind direkt am Vertikalrahmen befestigt.

Das bedeutet, dass keine losen Sicherungsstecker mitgeführt werden müssen, die beim Aufbau verloren gehen könnten.

Gerade wenn ein Rollgerüst regelmäßig auf- und abgebaut wird, erleichtert das die Handhabung.

4. Nächste Arbeitsbühne einsetzen

Nachdem die vorgesehenen Bauteile montiert und gesichert wurden, wird die nächste Belagbühne mit Durchstieg eingesetzt.

Jetzt ist der doppelte vorlaufende Seitenschutz bereits vorhanden.

Die nächste Gerüstebene kann entsprechend der Aufbauanleitung betreten werden, ohne dass der Monteur dort zunächst ungesichert die seitlichen Geländer montieren muss.

Das ist der entscheidende Vorteil dieses Montageverfahrens.

5. Temporären Seitenschutz durch regulären Seitenschutz ersetzen

Die Montagelängsriegel dienen zunächst als temporäre Sicherung.

Nach dem Betreten der geschützten Arbeitsbühne wird der reguläre doppelte Seitenschutz in der vorgesehenen Position montiert.

Erst danach werden die temporären Montagegeländer entfernt beziehungsweise für die nächste Aufbauetage umgesetzt.

Der reguläre doppelte Seitenschutz gehört zur fertigen Gerüstkonstruktion und übernimmt neben seiner Schutzfunktion auch eine konstruktive Aufgabe innerhalb des vorgesehenen Gerüstsystems.

Wichtig: Die hier beschriebenen Schritte erläutern das Montageprinzip. Die vollständige Reihenfolge einschließlich Diagonalen, Belägen, Sicherungen und Stabilisierungsmaßnahmen ergibt sich aus der jeweiligen Aufbau- und Verwendungsanleitung.


Was zeichnet die Aluminium-Fahrgerüste von Albert aus?

Ein sicheres Montagesystem ist wichtig. Aber auch die Qualität der einzelnen Gerüstbauteile entscheidet darüber, wie gut sich ein Rollgerüst im Arbeitsalltag bewährt.

Albert Gerüst- und Gerätetechnik blickt auf eine Unternehmensgeschichte seit 1947 zurück und produziert seine Gerüstsysteme in Deutschland.

Neben dem Sicherheitsaufbau gibt es einige konstruktive Besonderheiten, die bei der Kaufentscheidung interessant sind.

Hochwertige Aluminiumkonstruktion – bis zum Fahrbalken

Bei den entsprechenden Albert-Fahrgerüsten bestehen nicht nur die Vertikalrahmen und Geländer aus Aluminium.

Auch die Fahrbalken und Bordbretter werden aus Aluminium gefertigt.

Das ist nicht bei jedem Fahrgerüst selbstverständlich.

Aluminium ist korrosionsbeständig und ermöglicht eine vergleichsweise leichte Konstruktion.

Gerade bei den Fahrbalken macht sich das bei Transport und Montage bemerkbar.

Auch die Aluminium-Bordbretter bieten einen praktischen Vorteil: Im Gegensatz zu Holz können sie sich durch Feuchtigkeit nicht in gleicher Weise verziehen.

Wer sein Fahrgerüst regelmäßig im Außenbereich verwendet, sollte solche Materialunterschiede bei der Auswahl berücksichtigen.

3,0 mm Wandstärke bei den Vertikalrahmen

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die Wandstärke der Vertikalrahmen.

Albert gibt hierfür 3,0 mm an.

Das spricht für eine robust ausgelegte Rahmenkonstruktion.

Allerdings sollte die Wandstärke nie isoliert bewertet werden. Die Stabilität eines Fahrgerüsts hängt auch von der Profilgeometrie, den Verbindungen, der Aussteifung und der gesamten Konstruktion ab.

Die 3,0 mm Wandstärke ist somit ein konkretes Qualitätsmerkmal, aber kein pauschaler Beleg dafür, dass jedes Albert-Gerüst tragfähiger ist als jedes Wettbewerbsprodukt.

Unverlierbare Federstecker

Wer regelmäßig Fahrgerüste aufbaut, kennt das Problem: Kleine Sicherungsteile können verloren gehen.

Albert löst das bei den entsprechenden Vertikalrahmen mit direkt befestigten Federsteckern.

Diese bleiben am Rahmen und stehen beim Aufstecken der nächsten Gerüstebene sofort zur Verfügung.

Das ist keine spektakuläre Neuerung, aber eine durchdachte Lösung, die im Arbeitsalltag einen Unterschied machen kann.

Flexible Belaghöhe – ohne Umsetzen der Diagonalen

Ein besonders interessanter Vorteil ist die flexible Positionierung der Belagbühnen.

Bei den entsprechenden Albert-Fahrgerüstsystemen lässt sich die Arbeitsfläche in jeder Sprossenhöhe verstellen, ohne die Diagonalstreben umzusetzen.

Das ist keineswegs bei jedem Fahrgerüst möglich.

Gerade bei wechselnden Arbeitshöhen ist diese Flexibilität praktisch.

Ob Malerarbeiten, Elektroinstallationen, Wartungsarbeiten oder Innenausbau: Die Arbeitsplattform kann innerhalb der zulässigen Aufbauvarianten an die benötigte Standhöhe angepasst werden.

Dabei müssen die vorgeschriebenen Belagabstände, Geländerpositionen und sonstigen Vorgaben der Herstelleranleitung eingehalten werden.


Welche Größen und Arbeitshöhen gibt es bei Albert?

Albert bietet verschiedene Fahrgerüstbaureihen an.

Die modularen Systeme unterscheiden sich unter anderem in Plattformlänge, Rahmenbreite, Fahrwerk und maximaler Aufbauhöhe.

Unterschiedliche Plattformlängen

Bei den entsprechenden Baureihen stehen Feldlängen von 1,90 m, 2,50 m und 3,00 m zur Verfügung.

Damit lässt sich die Arbeitsfläche an unterschiedliche Einsatzbereiche anpassen.

Ein kompaktes Fahrgerüst kann beispielsweise für Arbeiten in kleineren Räumen sinnvoll sein.

Bei längeren Wandflächen oder umfangreicheren Montagearbeiten kann dagegen eine größere Plattformlänge vorteilhaft sein.

Schmale und breite Vertikalrahmen

Albert bietet unter anderem Vertikalrahmen mit Außenbreiten von 0,85 m und 1,55 m an.

Die entsprechenden Fahrgerüstbaureihen werden im Katalog als schmale beziehungsweise breite Ausführungen angeboten.

Ein schmales Rollgerüst ist insbesondere bei begrenzten Platzverhältnissen interessant.

Ein breites Fahrgerüst bietet dagegen mehr Bewegungsfläche.

Welche Variante besser geeignet ist, hängt von den Platzverhältnissen, der Tätigkeit und der erforderlichen Arbeitsfläche ab.

Arbeitshöhen bis knapp 14 Meter

Je nach Fahrgerüsttyp und Ausführung sind bei Albert Arbeitshöhen bis 13,85 m ausgewiesen.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Arbeitshöhe und Standhöhe.

Die Arbeitshöhe beschreibt die angenommene erreichbare Arbeitshöhe, während die Standhöhe die Höhe der Arbeitsplattform bezeichnet.

Außerdem gelten für den Einsatz im Freien und in geschlossenen Räumen unterschiedliche zulässige Aufbauhöhen und Stabilisierungsanforderungen.

Deshalb sollte immer die konkrete Gerüstkonfiguration betrachtet werden.

Die verschiedenen Abmessungen und Höhen sind im Albert-Fahrgerüstkatalog dokumentiert. 

Noch mehr Flexibilität durch verschiedene Aufbauvarianten

Ein weiterer Vorteil der entsprechenden Albert-Fahrgerüstsysteme ist der modulare Aufbau.

Die Aluminium-Rahmenfahrbalken verfügen über sechs Rohrverbinder.

Dadurch sind bei dafür vorgesehenen Systemen unterschiedliche Aufbauvarianten möglich.

Mittiger oder seitlicher Aufbau

Beim mittigen Aufbau steht das Fahrgerüst zentral auf dem Fahrbalken.

Ein seitlicher Aufbau kann dagegen sinnvoll sein, wenn möglichst nah an einer Wand gearbeitet werden soll.

Welche Variante zulässig ist, hängt von der jeweiligen Gerüstkonfiguration und den erforderlichen Stabilisierungsmaßnahmen ab.

Doppelaufbau für größere Arbeitsflächen

Albert bietet außerdem spezielle Fahrgerüstsysteme für einen Doppelaufbau an.

Damit lassen sich größere zusammenhängende Arbeitsflächen realisieren.

Das kann beispielsweise bei umfangreichen Deckenarbeiten interessant sein.

Wichtig ist, dass hierfür ausschließlich die vom Hersteller vorgesehenen Bauteile und Aufbauvarianten verwendet werden.

Ein Doppelaufbau ist keine beliebige Kombination zweier Fahrgerüste.

Welche DIN-Norm gilt für Rollgerüste?

Für fahrbare Arbeitsbühnen aus vorgefertigten Bauteilen ist insbesondere die DIN EN 1004-1:2021-02 relevant.

Sie enthält Anforderungen an Werkstoffe, Maße, Lastannahmen und die Sicherheit der Konstruktion.

Ergänzend regelt die DIN EN 1004-2:2022-03 die Erstellung der Aufbau- und Verwendungsanleitungen.

Beide Normausgaben werden von DIN Media derzeit als aktuell geführt.Wichtig ist dabei: Die Einhaltung der Norm betrifft das vollständige Fahrgerüstsystem.

Ein einzelner Montagehilfsrahmen oder Seitenschutz macht ein Gerüst nicht automatisch normkonform.

Entscheidend sind die gesamte Konstruktion, die vorgesehenen Bauteile und der Aufbau entsprechend der jeweiligen Herstelleranleitung.


Wo finde ich die Aufbau- und Verwendungsanleitung für Albert-Fahrgerüste?

Albert stellt für seine verschiedenen Rollgerüst- und Fahrgerüsttypen eigene Aufbau- und Verwendungsanleitungen bereit.

Darin werden unter anderem die Montageschritte, die erforderlichen Bauteile, die zulässigen Aufbauhöhen und die Stabilisierungsmaßnahmen beschrieben.

Die Dokumentation unterscheidet beispielsweise zwischen schmalen und breiten Fahrgerüsten sowie Ausführungen mit Fahrbalken oder Dreiecksauslegern.

Die passende Anleitung muss immer anhand des tatsächlich verwendeten Gerüsttyps ausgewählt werden.

Offizielle Aufbau- und Verwendungsanleitungen von Albert

Unser Montagevideo zeigt das Prinzip des vorlaufenden Seitenschutzes. Es ersetzt nicht die vollständige Aufbau- und Verwendungsanleitung.


Häufige Fragen zu Albert-Fahrgerüsten

Was ist der Unterschied zwischen einem Rollgerüst und einem Fahrgerüst?

Die Begriffe werden im allgemeinen Sprachgebrauch weitgehend synonym verwendet. Die technische Bezeichnung für die entsprechenden Systeme lautet „fahrbare Arbeitsbühne“.

Warum ist vorlaufender Seitenschutz wichtig?

Der vorlaufende Seitenschutz ermöglicht es, die nächste Gerüstebene bereits vor dem Betreten seitlich abzusichern. Dadurch muss der Monteur die neue Arbeitsbühne nicht zunächst ohne den vorgesehenen Seitenschutz betreten.

Wofür benötigt man einen Montagehilfsrahmen?

Der Montagehilfsrahmen hält den nächsten Vertikalrahmen während der Montage in einer geeigneten Position. Dadurch können die Montagelängsriegel von der darunterliegenden Ebene aus verbunden werden.

Bleiben die Montagelängsriegel dauerhaft am Gerüst?

Nein. Beim beschriebenen Albert-Montagesystem dienen sie zunächst als temporärer vorlaufender Seitenschutz. Nach der Montage des regulären doppelten Seitenschutzes werden sie entfernt beziehungsweise für den Weiterbau umgesetzt.

Kann man die Arbeitshöhe eines Albert-Fahrgerüsts verändern?

Bei den entsprechenden Systemen lassen sich die Belagbühnen flexibel in unterschiedlichen Sprossenhöhen einhängen. Dabei sind die zulässigen Aufbauvarianten und Sicherheitsanforderungen einzuhalten.

Was sollte man beim Kauf eines Rollgerüsts beachten?

Neben der Arbeitshöhe sind insbesondere die Plattformlänge, Rahmenbreite, zulässige Belastung, Materialqualität und das Sicherheitsaufbauverfahren entscheidend.

Auch die Erweiterbarkeit und die Verfügbarkeit passender Ersatzteile sollten berücksichtigt werden.

Albert Rollgerüste kaufen – Fachberatung bei Profi Steigsysteme

Ein gutes Rollgerüst muss mehr können, als eine bestimmte Arbeitshöhe zu erreichen.

Es sollte sicher aufgebaut werden können, im täglichen Einsatz praktisch sein und sich an unterschiedliche Anforderungen anpassen lassen.

Die Aluminium-Fahrgerüste von Albert bieten dafür eine interessante Kombination aus hochwertiger Konstruktion, durchdachter Montagetechnik und flexiblen Aufbauvarianten.

Bei Profi Steigsysteme beschäftigen wir uns seit 2010 mit professioneller Steigtechnik.

Wir wissen aus Erfahrung, dass nicht jedes Rollgerüst für jeden Einsatzbereich die richtige Wahl ist.

Deshalb unterstützen wir unsere Kunden bei der Auswahl geeigneter Fahrgerüstsysteme – von der benötigten Arbeitshöhe über die Plattformgröße bis hin zum passenden Sicherheitsaufbau.

Sie möchten ein hochwertiges Aluminium-Rollgerüst kaufen oder verschiedene Fahrgerüstsysteme vergleichen?

Entdecken Sie unser Sortiment oder lassen Sie sich von uns beraten.

Profi Steigsysteme – Ihr Fachhändler für Rollgerüste, Fahrgerüste und professionelle Steigtechnik.

ROLLGERÜSTE ENTDECKEN

FACHBERATUNG ANFRAGEN


Ratgeber