Leitern gehören zu den häufig genutzten Arbeitsmitteln in Handwerk, Bau, Industrie, Lager, Gebäudetechnik und Instandhaltung. Sie sind schnell verfügbar, flexibel einsetzbar und für viele kurze Tätigkeiten praktisch. Genau deshalb werden die Risiken beim Arbeiten auf Leitern häufig unterschätzt.
Wer Leitern sicher nutzen möchte, muss mehr beachten als Arbeitshöhe, Leiterlänge und Preis. Entscheidend sind die konkrete Tätigkeit, die Leiterbauart, der sichere Stand, die Einsatzdauer, der Untergrund, die Umgebung, die Unterweisung der Beschäftigten und der technische Zustand der Leiter.
Im gewerblichen Einsatz gilt: Eine Leiter ist nicht automatisch das richtige Arbeitsmittel. Vor der Verwendung muss geprüft werden, ob die Arbeit sicher mit einer Leiter ausgeführt werden kann oder ob ein sichereres Arbeitsmittel wie Fahrgerüst, Rollgerüst, Arbeitsbühne, Podestleiter, Plattformleiter oder Treppensystem besser geeignet ist. Die TRBS 2121 Teil 2 verlangt im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ausdrücklich, zu prüfen, ob für die vorgesehene Tätigkeit ein sichereres Arbeitsmittel als eine Leiter verwendet werden kann. Als Beispiele nennt sie Gerüste und Hubarbeitsbühnen.