Viele Anwender suchen nach einem Klappgerüst, meinen aber eigentlich ein Rollgerüst. Andere verwenden den Begriff Faltgerüst, obwohl sie ein kleines Zimmergerüst oder ein vollwertiges Fahrgerüst für größere Arbeitshöhen benötigen. Genau diese Begriffsverwirrung ist in der Beratung sehr häufig – und sie ist sicherheitstechnisch relevant.
Ein Klappgerüst ist nicht automatisch ein völlig anderer Gerüsttyp als ein Rollgerüst. In der Praxis ist ein Klappgerüst meist ein fahrbares Gerüstsystem mit einer klappbaren oder faltbaren Grundeinheit. Diese Grundeinheit ist der entscheidende Vorteil: Sie lässt sich schnell aufstellen, kompakt lagern, einfach transportieren und je nach Modell durch normale Zimmertüren bewegen.
Das bekannte Layher Zifa zeigt diesen Nutzen sehr deutlich. Layher beschreibt das Zifa als Klappgerüst, das einfach aufzubauen, kompakt zu lagern und auch in aufgebautem Zustand zu transportieren ist. Die Grundeinheit kann laut Layher aufgebaut und beladen durch Standard-Zimmertüren gefahren werden.
Sobald ein Klappgerüst mit zusätzlichen Aufbaurahmen, Geländern, Plattformen, Stabilisatoren, Fahrbalken oder Gerüststützen erweitert wird, nähert es sich in der praktischen Nutzung einem klassischen Rollgerüst beziehungsweise einer fahrbaren Arbeitsbühne an. Der Begriff Klappgerüst beschreibt dann vor allem den kompakten Einstieg des Systems – nicht automatisch die gesamte technische Leistungsfähigkeit.