7 Profi-Tipps für Sicherheit & Effizienz am Rollgerüst
Wenn die Temperaturen im Juli und August auf über 30 Grad steigen, wird jede Baustelle zur Herausforderung – besonders bei Arbeiten auf Roll- und Fahrgerüsten. Die Kombination aus körperlicher Belastung, direkter Sonneneinstrahlung und reflektierenden Gerüstteilen kann schnell zur Gefahr für Gesundheit und Sicherheit werden.
Damit Sie und Ihr Team auch an heißen Tagen sicher, effizient und normgerecht arbeiten können, haben wir 7 praxisnahe Profi-Tipps zusammengestellt – speziell für den Einsatz mit Rollgerüsten im Sommer. Ideal für Handwerksbetriebe, Bauunternehmen und ambitionierte Heimwerker.
1. Hitzefrei gibt es nicht – aber Pausen sind Pflicht
Auch wenn die Sonne brennt: Laut Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) besteht kein gesetzlicher Anspruch auf Hitzefrei. Dennoch sind regelmäßige Pausen im Schatten und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr essenziell, um Konzentration und Sicherheit aufrechtzuerhalten.
Tipp
- Alle 60 Minuten eine 5–10-minütige Pause im Schatten einlegen.
- Pro Person mindestens 3 Liter Wasser pro Arbeitstag bereitstellen.
- Sonnenhut und UV-Shirt nutzen!
2. Schatten & Sonnenschutz clever einsetzen
- Arbeiten möglichst in den kühleren Morgenstunden beginnen
- Falls möglich: Sonnensegel, Vordächer oder mobile Planen anbringen
- Bei längeren Fassadenarbeiten auf der Südseite: Einsatz von UV-reflektierenden Schutzsystemen
3. Achtung Rutschgefahr – Schweiß, Sonne und Sicherheit
- Rutschfeste Schuhe mit hohem Schaft tragen
- Wechselshirts mitnehmen, um trocken zu bleiben
- Tageszeit nutzen: Ideal zwischen 6 und 10 Uhr oder ab 16 Uhr
4. Materialverhalten bei Hitze nicht unterschätzen
- Vor jeder Schicht: Sichtkontrolle der Verbindungen, Kupplungen, Schrauben und Rollen
- Bei längeren Baustellen: regelmäßige Nachprüfung und ggf. Nachziehen von Verschraubungen
- Dokumentation der Sichtprüfung empfehlenswert
5. Rollen & Bremsmechanismen regelmäßig kontrollieren
6. Fachgerechte Prüfung nach Witterung & Belastung
- Führen Sie ein Prüfprotokoll pro Aufbau – darin enthalten: Sichtkontrolle, Sicherungen, Rollen, Beläge
- Prüfer: „Zur Prüfung befähigte Person“ nach DGUV-G 308-003
- Bei Wiederverwendung älterer Gerüste: Zustand der Plattformen, Seitenschutz und Bordbretter überprüfen